Archive for the ‘Rechtsanwalt Polen’ Category

Anwaltsprüfung in Polen in diesem Jahr einfacher

Mittwoch, September 23rd, 2009

Anwaltsprüfung in Polen in diesem Jahr einfacherIn diesem Jahr wurden in ganz Polen die Prüfungen für die Zulassung zum Anwaltsreferendariat (19.09.2009) abgehalten. Die Prüfungen finden polenweit einmal jährlich statt. Die Zulassungsfragen werden zentral herausgegeben.In diesem Jahr fanden erstmals auch die Prüfungen für die Anwärter für die Rechtsanwälte in Polen und Rechtsberater in Polen gemeinsam statt.In den vergangenen Jahren waren die Prüfungen recht hart. In diesem Jahr war dies nicht der Fall. Eine Vielzahl von Probanten ist durch den Test gekommen und kann nun die Anwaltsausbildung in Polen beginnen.Die Bewerber, die später Adwokat in Polen werden wollen, müssen sich dazu aber einen Padron (Rechtsanwalt) suchen, der sie ausbildet. Aufgrund der Vielzahl der Bewerber dürfte dies aber schwierig sein.Im Raum Stettin sind insgesamt 77 Anwaltsanwärter und 120 Rechtsberateranwärter im Jahr 2009 durch die Prüfung gekommen. Im letzten Jahr war dies nur weniger als 10 Anwaltsanwärter.Anwalt A. Martin – Polen 

80 neue Rechtsberater in Stettin zugelassen!

Dienstag, August 25th, 2009

Der Anwaltsmarkt wird auch in Polen immer schwieriger. Die Anwaltsdichte in Polen ist zwar immer noch nicht bei weiten so groß, wie in Deutschland, aber sie wächst sprunghaft.Die Rechtsanwälte in Polen beschweren sich über den immer stärker werdenden Nachwuchs. Im Raum Stettin (Polen) war es vor 10 Jahren noch so, dass pro Jahr ungefähr 2 bis 3 neue Rechtsanwälte (Adwokat) und um die 5 Rechtsberater (Radca Prawny) zugelassen wurden. Die Zahlung der Neuzulassungen sind mittlerweile “explodiert”. Dies beunruhigt die Anwaltschaft in Polen und die Rechtsanwälte aus Stettin natürlich. Wer ist schon erfreut, wenn der Nachwuchs immer zahlreicher wird?Dazu muss man sagen, dass der polnische Rechtsanwalt im Verhältnis zum Einkommen in Polen weitaus überdurchschnittlich verdient. Früher war es schwer Anwalt in Polen zu werden, da die Anwaltschaft selbst die Zulassung beeinflussen konnte. Dies ist heutzutage nicht mehr so.Eine Steuerung der Zulassung kann man derzeit faktisch nur über den Schwierigkeitsgrad der Prüfung zum Referendariat erreichen. In Polen gibt es kein Staatsexamen. Stattdessen muss für das Referendariat eine Prüfung abgelegt werden, die in den letzten 2 Jahren sehr schwierig war. Nur ein Bruchteil der Prüfling hat die Prüfung bestanden.Rechtsanwalt A. Martin – Kanzlei Stettin (Polen) 

Vorkasse in Polen?

Dienstag, Juni 16th, 2009

Vorkasse in Polen?In Polen hat man ein anderes Verhältnis zum Bargeld, um dies einmal so auszudrücken. Bei Anwälten in Polen ist es z.B. üblich, dass Vorkasse in bar genommen wird.  Die Zahlungsmoral in Polen lässt allgemein zu wünschen übrig – in Deutschland ist dies ja leider auch schon so – so dass in Polen sehr häufig Vorkasse und diese in Bar genommen wird.Allerdings sollte darauf geachtet werden,dass Zahlungen ab einer bestimmten Größenordnung auch in Polen bargeldlos über das Firmenkonto abgewickelt werden müssen. Ansonsten gibt es Problem mit dem Finanzamt in Polen.Grenzüberschreitend ist darauf zu achten, dass auf Nachfrage ebenfalls Bargeld angemeldet werden muss. Dies gilt auch bei Einzahlung von Bargeld auf Bankkonten. Auch hier muss ab einer bestimmten Größenordnung eine Meldung durch die Bank erfolgen.Sofern mehr Informationen benötigt werden, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung!Rechtsanwalt Polen – A. Martin – Kanzlei Berlin-Löcknitz-Stettin 

Strafverfahren in Polen bei Verkehrsunfall

Dienstag, Juni 9th, 2009

Strafverfahren in Polen bei VerkehrsunfallWas viele Deutsche nicht wissen, ist das bei einem verschuldeten Verkehrsunfall in Polen durchaus ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung auf sie zukommmen kann.In Deutschland leitet die Staatsanwaltschaft auch häufig ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen dne Unfallverursacher ein, wenn beim Verkehrsunfall jemand verletzt wurde. Hier droht aber faktisch in den wenigstens Fällen eine Verurteilung. Das Verfahren wird meist nach § 170 Abs. 2 StPO (fehlender Verdacht) mit der Begründung eingestellt, dass bei Verkehrsunfällen es ohnehin vom Zufall abhängt, ob jemand am Körper verletzt wird oder nicht. Lediglich in Fällen, bei denen Personen schwer verletzt wurden und / oder der Unfall mit groben Verschulden herbeigeführt wurde, ist tatsächlich mit einer Hauptverhandlung vor dem Strafgericht zu rechnen.Anders in Polen. In Polen wird nicht bei jedem Unfall mit Verletzten eine Strafverfahren eröffnet. Hier kann bei leichten Verletzungen die Sache schon mit einem Bußgeld abgegolten werden. Liegt aber bei einem Verletzten (außer beim Verursacher) eine Körperverletzung vor, die länger als 7 Tage andauert, dann ermittelt die polnische Staatsanwaltschaft gegen den Verursacher wegen fahrlässiger Körperverletzung. Es spielt dabei keine Rolle, welche Nationalität die Verletzen haben. Auch kommt es auf eine Strafanzeige nicht an. Selbst, wenn die Verletzten Mitreisende im eigenem Auto waren, wird die Staatsanwaltschaft in Polen ermitteln.In Bezug auf die Dauer der Verletzungsfolgen fordert die polnische Staatsanwaltschaft dann die ärztlichen Unterlagen – notfalls aus Deutschland – an. Ein Gutachter bestimmt notfalls, ob die Verletzung länger als 7 Tage andauerte.Das Problem ist, dass das polnische Strafgesetzbuch als Rechtsfolge bei einer Verurteilung nur Freiheitsstrafe und keine Geldstrafe vorzieht. Natürlich wird auch in Polen beim Ersttäter die Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt, allerdings ist eine Verurteilung zur Freiheitsstrafe zur Bewährung natürlich ein Makel, den sich niemand aussetzen möchte.Von daher sollte die Betroffene schon nach dem ersten Kontakt mit der Polizei sich um einen Rechtsanwalt in Polen bemühen.RA A. Martin – Rechtanwalt Berlin-Marzahn

In Deutschland oder in Polen klagen? – Teil 2 – Kosten

Freitag, Juni 5th, 2009

In Deutschland oder in Polen klagen? – Teil 2 – KostenViele Mandanten denken, dass eine Klage in Polen weitaus billiger zu bewerkstelligen ist als in Deutschland. Man geht automatisch davon aus, dass die Gerichtskosten in Polen und auch die Anwaltskosten geringer sind als in Deutschland. Dies ist aber nicht so.Die Gerichtskosten sind im Normalfall etwas geringer. Die Kosten des Anwalts sind auch geringer -sofern es nach der Gebührenordnung geht, die in Polen aber nur für das Gerichtsverfahren gilt. Vergessen wird dabei, dass häufig in Wirtschaftssachen die Anwälte ein Pauschal- oder ein Stundenhonorar vereinbaren. Hier liegen die Gebührensätze aber auf gleichem Niveau, wie in Deutschland. Dies gilt zumindest für Ballungszentren, wie Warschau, Posen und Danzig. Selbst im Raum Stettin ist dies mittlerweile schon so. Zu beachten ist auch, dass wenn der polnische Anwalt höhere Gebühren als die gesetzlichen Gebühren nimmt, dann sind diese nur bis zur Höhe der gesetzlichen Gebühren erstattungsfähig. Weiter gibt es in Polen vor Gericht das Problem, dass die polnischen Gerichte den Anwälten in Polen fast immer nur die Mindesgebühren zusprechen. Dies ist ein Problem, da kaum ein Anwalt für diese Gebühren arbeitet. Laut der polnischen Gebührenordnung für Rechtsanwälte können diese die Gebühren nach eigenem Ermessen bis zum Faktor 6 erhöhen (je nach Umfang, Schwierigkeit und Haftung). Die Gerichte in Polen meinen aber – die polnischen Anwälte behaupten, weil immer noch ein gewisser Neid auf die polnische Anwaltschaft vorhanden ist (“Die Rechtsanwälte verdienen viel zu viel!”) – das fast jeder Fall vor Gericht einfach ist und nur die Mindestgebühren rechtfertig. Nur diese Gebühren bekommt man dann beim Gewinnen des Prozesses von der Gegenseite wieder. Der eigene Anwalt hat aber schon höher abgerechet.Konsequenz der Mandant bleibt auf einen Teil seiner Kosten sitzen. Dieses Problem haben aber nicht die polnische Anwälte verursacht, sondern die Gerichte in Polen.Übrigens, die Anwaltsgebühren in Polen im außergerichtlichen Bereich sind grundsätzlich nicht erstattungsfähig. Das heißt, wenn sich die Gegenseite im Verzug befindet und der deutsche Mandant einen Anwalt in Polen beauftragt, dann muss die Gegenseite nicht die Kosten des Anwalt tragen,obwohl dies ja nach deutschem Recht ein erstattungsfähiger Verzugsschaden wäre. Aber nicht in Polen. Rechtsanwalt A. Martin – Kanzlei Löcknitz- Niederlassung Berlin – Kanzlei Stettin/Polen