Archive for Februar, 2009

KRS

Sonntag, Februar 22nd, 2009

KRS ist die Abkürzung für den polnischen Begriff: Krajowy Rejestr Sądowy

Übersetzt heisst dies: Landesgerichtsregister 

Das polnische Landesgerichtsregister ist mit dem deutschen Handelsregister vergleichbar. Dort werden u.a.  Körperschaften (z.B. polnische GmbH) eingetragen.

Das polnische KRS ist dafür berüchtigt, dass Anträge auf Eintragungen von neu gegründeten Firmen bei kleinsten Fehlern zurückgewiesen werden (häufig bei Anträgen von Anwälten ohne Begründung).

Mit fremdem Auto in Polen ohne Nutzungserlaubnis nicht empfohlen!

Samstag, Februar 21st, 2009

Wer in Polen als Ausländer mit einem fremden (ausländischen) Auto unterwegs ist, muss hierfür eine entsprechende Nutzungserlaubnis vorlegen. Aus der Erlaubnis muss sich ergeben, dass diese Person zur Nutzung des fremden Auto´s berechtigt ist (Änderungsgesetz vom 24.08.2007 (Gesetzblatt der Republik Polen von 2007, Nr. 176, Pos. 1238).

Wird die Vollmacht nicht mitgeführt, ist dies eine Ordnungswidrigkeit.

Ein Muster der Vollmacht finden Sie hier:

http://www.polen-rechtsanwalt.de/html/vollmacht_kfz_polen.html

oder

hier: http://www.berlin.polemb.net/index.php?document=1047 

Gerichtsvollzieher in Polen

Donnerstag, Februar 19th, 2009

Der polnische Gerichtsvollzieher – Kormornik – wird in der Regel – wie auch der deutsche Gerichtsvollzieher – bei Vollstreckungssachen tätig. Deutsche Anwälte kennen die Situation, dass man sich im Allgemeinen über die fehlende Motivation beim Gerichtsvollzieher in Bezug auf die Vollstreckung von Forderungen (z.B. bei der Sachpfändung) beklagt. Mit Sicherheit hat dies auch etwas damit zu tun, dass das Gerichtsvollzieherwesen in Deutschland nicht privatisiert ist.

In Polen ist es so, dass es faktisch zwei “Arten” von Gerichtsvollziehern gibt. Zum einen der Gerichtsvollzieher der allein Forderungen der öffentlichen Hand vollstreckt und damit als Angestellter tätig ist und den Gerichtsvollzieher, der für die Durchsetzung der privaten Forderungen zuständig ist. Dieser Gerichtsvollzieher ist in Polen nicht Angestellter des Staates, sondern freiberuflich. Die Vergütung erfolgt erfolgsabhängig, nämlich in Form einer prozentuales Beteiligung an der erfolgreich beigetriebenen Forderung (um die 10 % mit Kappungsgrenze nach oben).

 

Rechtsanwälte in Polen

Mittwoch, Februar 18th, 2009

Wenn man in Polen von einem Rechtsanwalt spricht, dann denkt jeder deutsche Mandant, dass es faktisch nur einen Berufsstand geben kann, der sich als Rechtsanwalt bezeichnet. Dies ist in Polen aber nicht so.

In Polen gibt es den Adwokat, was übersetzt Rechtsanwalt heisst. Daneben gibt es aber auch noch den Radca Prawny, was man mit Rechtsberater übersetzen könnte. Beide Berufsstände sind von der Ausbildung und von den Befugnisses (Vertretung vor Gericht) mit dem deutschen Rechtsanwalt vergleichbar.

Der Unterschied zwischen beiden Berufsgruppen ist mittlerweile minimal. Früher durften ein Radca Prawny keine Straf- und Familiensachen machen. Man kann sagen, dass auch viele polnsiche Rechtsberater auf Wirtschaftssachen spezialisiert sind. Häufig arbeiten diese – als Angestellte – in großen Firmen, was einen Anwalt in Polen (Adwokat) nicht möglich ist; dieser darf eben nicht als Angestellter – nicht einmal für einen anderen Rechtsanwalt – arbeiten.

In Bezug auf Werbung für die eigene Tätigkeit gibt es auch einige Unterschiede.

Nicht wenige Anwälte und Rechtsberater rechnen damit, dass es früher oder später eine Vereinigung der beiden Berufsstände gibt, da die Unterscheidung kaum Sinn macht.

Blitzer in Polen

Montag, Februar 16th, 2009

Ebenso, wie beim Parkticket, fragen sich deutsche Reisende in Polen, ob bei einer nachgewiesenen Geschwindigkeitsüberschreitung in Polen diese Informationen an Grenzbehörden weitergereicht werden und bei der nächsten Einreise mit Sanktionen zu rechnen ist. Auch hier ist gängige Praxis, dass “geblizte ausländische Reisende” im Normalfall – sofern sie nicht vor Ort kontrolliert werden – später im Normalfall nicht weiter verfolgt werden. Es gibt weder ein Abkommen über die Vollstreckung von polnischen Geldbußen in Deutschland, noch erfolgt für den Ausländer in Polen eine Eintragung von Punkten (dies versuchen aber polnische Polizisten den Reisenden aber zu erzählen), noch erfolgt eine Weitergabe der Daten an Grenzbeamte.

Ob dies zukünftig alles so bleiben wird, ist aber eine andere Frage.